Tannenwipferlsaft

Tannenwipferlsirup / Tannenwipferlsaft

Die kalte Jahreszeit nähert sich und mit ihr die Grippe Saison. In den Drogerien und Apotheken wimmelt es von Medikamenten und Produkten, die gegen Erkältungen und Husten helfen sollen und helfen – eine Möglichkeit kann man aber ganz leicht selber machen.

Ich kenne das noch gut aus meiner Kindheit, den Tannenwipferlsaft. Den kann man auch ganz leicht selber machen aus den jungen Trieben der Tannen oder Fichten.

Nur Tanne oder Fichte

Ganz Wichtig! Eiben sind giftig! Man darf nur die Triebe von Tannen oder Fichten verwenden.

Fichten haben kurze spitze Nadeln, und Tannen haben flache, stumpfe und dunkle Nadeln, mit zwei weiße Wachsstreifen auf der Hinterseite. Gesammelt werden die hellgrünen Triebe.

Gerade in der Stadt ist es da ein wenig schwieriger. Sammeln kann man die Triebe auch nur in einem kleinen Zeitfenster, im April und Mai. Dabei ist es auch wichtig einerseits den Förster bzw Besitzer zu fragen, außer man kann aus dem eigenen Garten sammeln und den Baum nicht zu schädigen. Also nur 2-3 Wipfel pro Ast pflücken.

Wie wirken die Wipfel?

Die Wipfel der Tannen oder Fichten sind voller ätherischen Öle, viel Vitamin C, Harze, Tanine, haben eine antiseptische und schleimlösende Wirkung in unseren Atemwegen. Sie dämmen die Vermehrung der Bakterienstämme ein. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass der Wipferlsaft keine Nebenwirkungen bereit hält, lediglich muss man darauf achten, wenn man einen niedrigen Blutdruck hat, denn die Tannenspitzen wirkt Blutdrucksenkend.

Somit können wir einen idealen Hustensaft aus den Wipfeln herstellen und uns damit gegen die Erkältungen rüsten. Auch vorbeugend in der Grippezeit können wir zum Beispiel regelmäßig Tannenwipfeltee trinken.

Als Saft, Sirup oder auch als Tee

Um den Sirup, bzw Hustensaft herzustellen braucht es nur wenige Zutaten und den kann man dann für den Winter gut vorbereiten. Ich kenne verschiedenen Rezepte, habe einige ausprobiert, verschiedene gefunden – da gibt es mehrere Wege.

Rezept 1:

Zutaten: 250g Wipfeln und 500g Rohrohrzucker

Genauso kann man auch eine Hustensaft aus Spitzwegerich herstellen. Man nimmt ein großes, gereinigtes Glas (ein ausgekochtes Marmeladenglas zum Beispiel, sollte aber ein braunes Glas sein) und schichtet abwechselnd die mit Wasser gewaschenen Tannenwipferl und den Zucker in das Glas. Wichtig ist, dass die Schichten gleich dick sind. Das Glas wird dann im Kühlschrank für 2-3 Wochen stehen gelassen, bis sich der Sirup abgesondert hat. Der abgefilterte Sirup ist dann ca. ein Jahr lang haltbar.

Rezept 2:

Zutaten: Tannenwipfel, Wasser und Zucker

Gewaschene Tannenspitzen in einen Topf geben und mit der doppelten Menge Wasser übergießen (müssen gut bedeckt sein). Über Nacht die Tanennwipfel einfach ziehen lassen, und am nächsten Tag dann die Tannenwipferl heraus nehmen (am besten durch ein Haarsieb oder ein Baumwolltuch). Die Flüssigkeit wird dann mit mit der gleichen Menge Zucker (zB. 500ml Wasser und 500g Zucker) im Topf erhitzt, bis sich der Sirup rosa färbt. Immer wieder dabei rühren und darauf achten, dass der Sirup nicht zu lange kocht und braun wird, weil er sonst zu hart wird.

Der heiße Sirup wird dann noch heiß in sauberer Einmachgläser gefüllt.

Tee:

Sowohl frische Tannenspitzen als auch getrocknete kann man zu einem Tee aufgießen. Einfach zwei Wipferl in eine Tasse geben, mit heißen Wasser aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen.

Ich hoffe diese Idee hilft euch weiter und ihr kommt gut durch die Grippezeit. Man kann den Tannenwipferlsaft natürlich auch fertig kaufen, zumindestens hier bei uns in Österreich.

Alles Liebe, bleibt gesund,

Eure Elena

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