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Mistel – ein Heilkraut?

Hallo liebe Wurzelfreunde!

Hinter vielen Advent- und Weihnachtstraditionen verstecken sich so manche Heilkräuter und Gesundheitstipps. Heute schauen wir uns die Misteln etwas näher an.

Vorab sei gesagt, Misteln sind leicht giftig! Also sollte man sie nicht leichtfertig, und ohne Absprache mit dem Arzt einfach zu sich nehmen. Vor allem die Beeren enthalten das meiste von dem Gift – wichtig das auch mit Kindern zu kommunizieren.

Den Misteln wurden lange schon verborgene Kräfte zugesagt, sie können Böses fernhalten und sind zu dem Heilpflanzen.

Die meisten von uns werden die beliebte Tradition kennen: hängt ein Mistelzweig und steht man darunter, so küsst man sich. Eine kleine Spielerei in der Adventszeit, derer natürlich auch eine Geschichte zugrunde liegt. Eine Geschichte mit natürlich auch mehreren Versionen, ich habe einfach eine gewählt:

Die Legende aus dem Norden besagt, Misteln sind Tränen einer Frau, die mit ihren Tränen ihren Geliebten wiederbelebte. Die Frau küsste alle vor Freude darüber, dass ihr Geliebter nicht tot war und so wird der Zusammenhang zwischen den tränenförmigen Misteln und dem Küssen gezogen. Ganz genau weiß man den Ursprung aber nicht.

Am bekanntesten ist der Einsatz der Misteln gegen Bluthochdruck und in der Krebstherapie, hierbei gibt es sogar Studien und ist trotzdem umstritten. Begleitend zu einer Chemotherapie können Misteln sehr gut unterstützen und die Nebenwirkungen lindern. Meist werden die Misteln in homöopatischer Aufbereitung eingesetzt.

Da die Misteln leicht giftig sind, wird der Tee kalt zubereitet, und nur mit getrockneten Blättern der Misteln – auf keinen Fall frisch verwenden!

Die getrockneten Blätter kommen in eine Tasse, werden mit kalten Wasser übergossen und über Nacht stehen gelassen. In der Früh kann man den Tee absieben und trinken.

Der Misteltee regt den Stoffwechsel und die Verdauung an, wirkt beruhigend, blutstillend, unterstützt bei den verschiedensten Frauenleiden wie Wechselbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Gebärmutterblutungen ect, bei Kopfschmerzen und als Umschlag kann man ihn Anwenden bei rheumatischen Erkrankungen, Arthrosen und Gelenksentzündungen.

Dazu einfach ein Baumwolltuch mit dem Tee tränken und als Umschlag um die entsprechende Stelle wickeln. Auch bei Ödemen kann so ein Umschlag gut helfen.

Alles Liebe,

Eure Wurzelfee

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