Die Organuhr

Die Organuhr aus der chinesischen Medizin ist eine graphische Darstellung der Organe/ Meridiane in Beziehung zur Uhrzeit. Wir können anhand dieser Darstellung unseren Körper besser kennen und verstehen lernen, und Symptome besser deuten.

Richtet man seinen Lebensstil nach der Organuhr kann das sehr zu unserer Gesundheit beitragen und Krankheiten auch vorbeugen. Das Modell besagt, dass zu den einzelnen Uhrzeiten gewisse Organe besonders aktiv sind, oder mit Energie geflutet, und zu anderen Zeiten wiederum Ruhephasen haben, in denen sie nicht gut arbeiten können. Ähnlich wie in einer Maschine kann ich mir das Wissen zu nutze machen, wann meine Organe am Leistungsfähigsten sind, und wann ich ihnen schade, wenn ich sie mit zum Beispiel Nahrung überlaste.

Viele kennen den Spruch: Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann- ein Spruch, hinter dem ein treffender Sinn dahinter steckt, der mittels der Organuhr erklärbar ist. Unsere Verdauungsorgane haben abends eine Ruhephase. Halte ich die nicht ein und esse spät viel, vielleicht auch noch Nahrung, die Gase oder Stoffe bildet, wenn sie zu lange im Verdauungstrakt liegt, die meiner Leber schaden- so kann ich das mit dem Wissen um die Organuhr vermeiden und zu meiner Gesundheit beitragen.

Falls man immer zu der gleichen Zeit Schmerzen oder Beschwerden hat, so kann man mit Hilfe der Organuhr gewisse Rückschlüsse auf den Zustand der Organe/ Meridiane ziehen. Hat der Patient zum Beispiel immer Hustenanfälle am frühen Morgen, kann das Auskunft über den Zustand seiner Lunge geben.

Natürlich sollte man keine Selbstdiagnose und danach Behandlung nur mittels der Organuhr betreiben- der Weg zum Arzt und zum Therapeuten bleibt einem da nicht erspart- aber sie können uns schon mal Anhaltspunkte geben, wenn etwas in unserem Körper nicht stimmt.

Auf die einzelnen Meridiane des Körpers, wie sie zu unseren Organen stehen, ect möchte ich ein andermal näher eingehen. Hier soll es um die Funktion der Organuhr erst einmal gehen.

 

03-05 Uhr: Hochphase: Lunge – Ruhephase: Harnblase

03-04 Uhr: Melatonin wird ausgeschüttet- wichtig für gutes Durchschlafen

04-05 Uhr: Blutdruckanstieg. Menschen mit Herzinsuffizienz wachen um diese Zeit auf, weil sie wegen ihres Lungenödems schlecht Luft bekommen. Asthmaanfälle am häufigsten.

05-07 Uhr: Hochphase: Dickdarm – Ruhephase: Niere

05-06 Uhr: hoher Testosteronschub (darum sind viele Männer morgens besonders gerne aktiv)

06 Uhr: Kortisol (Hormon der Nebennierenrinde) wird ausgeschüttet und weckt den Körper

07 Uhr: Der Dickdarm arbeitet am aktivsten- möglicher Stuhlgang

07-09 Uhr: Hochphase: Magen – Ruhephase: Kreislauf / Perikard (Herzbeutel)

07-09 Uhr: Verdauung läuft auf Hochtouren/ Daher der Spruch, dass man morgens auch wie ein Kaiser essen sollte. 12 Stunden später (19- 21 Uhr) befindet sich der Magen in seiner Tiefphase. Die Nahrung wird kaum verdaut und es entstehen Gärstoffe und Fäulnis. Besonders abzuraten ist von Rohkost, da sich über Nacht sogenannte Fuselalkohole bilden, die die Leber auf Dauer stark schädigen können.

08 Uhr: Hormonproduktion ist angekurbelt, relativ unschmerzempfindlich (im Gegensatz merkt man ja oft, dass Abends sich die Schmerzen gerne verschlimmern)

09-11 Uhr: Hochphase: Milz und Bauchspeicheldrüse – Ruhephase: Dreifacher Erwärmer

09-10 Uhr: Der Körper ist jetzt sehr widerstandsfähig, beste Zeit für operative Eingriffe, Röntgen, beschleunigte Wundheilung

10 Uhr: Körpertemperatur erreicht das Maximum

11-13 Uhr: Hochphase: Herz – Ruhephase: Gallenblase

11-13 Uhr: Das Herz ist da am anfälligsten für einen Infarkt, in dieser Zeit eher körperliche Belastungen, Stress oder Operationen vermeiden.

12 Uhr: Magen produziert verstärkt Säure- somit sinkt auch die allgemeine Konzentrationsfähigkeit

13- 15 Uhr: Hochphase: Dünndarm – Ruhephase: Leber

13 Uhr: Blut wird für die Verdauung benötigt

13 – 14 Uhr Gallensäureproduktion

14 Uhr Blutdruck und Hormonspiegel sind niedriger

15- 17 Uhr: Hochphase: Harnblase – Ruhephase: Lunge

15 Uhr: Mittagstief ist überstanden, man kann sich energiegeladener fühlen.

16 Uhr: Blutdruck und Kreislauf erreichen ihr 2. Maximum und die Urin- Ausscheidung ist besonders hoch.

17- 19 Uhr: Hochphase: Niere – Ruhephase: Dickdarm

17- 18 Uhr: die Niere filtert verstärkt. Magen produziert verstärkt Säure und Kräutertees wirken zu dieser Zeit besonders gut.

19- 21 Uhr: Hochphase: Kreislauf / Perikard (Herzbeutel) – Ruhephase: Magen

19Uhr: Blutdruck und Puls werden heruntergefahren

20- 21 Uhr: Antibiotika und Allergiemittel werden besonders gut aufgenommen

Es ist die Phase der Erholung und Entspannung der Hauptorgane- Störungen können zB. Depressionen auslösen

21- 23 Uhr: Hochphase: Dreifach Erwärmer – Ruhephase: Milz und Bauchspeicheldrüse

21 Uhr: Verdauungsorgane gehen in die Erholungsphase über

22- 23 Uhr: Immunsystem istsehr aktiv, Regeneration der Hormondrüsen

Der Meridian Dreifach- Erwärmer ist für mehrere Organe und die Körperwärme- Regulierung zuständig. Die Verdauung, Verbreitung und Ausscheidung der Stoffwechselprodukten hängen eng mit der Funktion der Drei- Erwärmer zusammen.

 

23-01 Uhr: Hochphase: Gallenblase – Ruhephase: Herz

23 Uhr: Kortisol- Ausschüttung wird heruntergefahren- der Körper entspannt sich

23-24 Uhr: Vitalfunktionen wie Blutdruck, Herzfrequenz und Temperatur werden gesenkt- der Stoffwechsel ist träge

24- 01 Uhr: Die Haut regeneriert sich (hohe Teilungsrate der Zellen), gesteigerte Schreckhaftigkeit, Zeit der Gallenkoliken

01- 03 Uhr: Hochphase: Leber – Ruhephase: Dünndarm

01-02 Uhr: Leistungsfähigkeit auf dem Tiefpunkt, große Entgiftungsphase, unser Körper befindet sich in einem Leistungstief

Geplant sind meinerseits noch Videos und Blogbeiträge zu der Akupunktur Meridian Massage, in denen ich auch immer wieder auf die Organuhr eingehen werde- in diesem Fall vermutlich eher für Therapeuten interessant, aber ich finde die Organuhr kann jedem Menschen weiter helfen, Krankheiten vorzubeugen.

 

Alles Liebe,

bleibt gesund

Eure Elena

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