Hallo ihr Lieben:)

Heute möchte ich euch ein paar Tipps mit auf den Weg geben, die bei Neurodermitis helfen können. Jede Haut ist natürlich auch ein bisschen anders, und man muss aus den Tipps selbst finden, was einem am besten hilft. Gleichzeitig sind das nur meine Erfahrungen, und Mitteln von meinem Kinderarzt und Hausärzten. Ich gebe hier bitte keine medizinischen Ratschläge weiter- ihr müsst im Falle einer Erkrankung auf jeden Fall vorab den Behandlungsplan mit eurem Arzt besprechen.

Da ich allerdings sehr lange mit meinem Kinderarzt auf der Suche nach einer wirksamen Behandlung war, und wir durch testen gemeinsam tolle Möglichkeiten gefunden haben, möchte ich euch diese hier weiter geben.

Zu Anfang (ich versuch mich kurz zu halten^^): was ist Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine Reaktion der Haut auf äußere oder innere Reize und zeigt sich in der Entzündung diverser Hautpartien, die meist gerötet sind und juckend den Erkrankten plagen und nicht ansteckend ist. Konsequenzen können natürlich Infektionen zum Beispiel sein.

Die meisten Erkrankten entwickeln Neurodermitis im ersten Lebensjahr, genau genommen 60%. In vielen Fällen heilt die Neurodermitis bis zur Pubertät ab, so sind 5-20% aller Kinder davon betroffen, im Gegensatz nur 1-3% der Erwachsenen.

Ebenfalls ist in den letzten Jahrzehnten eine deutliche Zunahme der an Neurodermitis erkrankten Menschen zu erkennen, wie generell auch die Allergien in unserer Zeit zunehmen. Das kann man vorallem unserem industriallisierten Lebensstil und falscher Ernährung zuschreiben, wobei Nahrungsmittel als Ursache der Krankheit unter den Experten stark umstritten ist, viele Patienten aber sehr sensibel auf gewisse Lebensmittel reagieren und diese als Auslöser einstufen.Es wird davon augegangen, dass der genetische Faktor eine große Rolle in der Ursache der Erkrankung spielt.

Es sind also verschiedene Umwelteinflüsse durch die es, wie bei einer Allergie, zu einer Überreaktion des Immunsystems kommt. Über die Immunologischen Vorgänge möcht ich gar nicht lange hier berichten- gerne auf Nachfrage gehe ich noch mehr darauf ein. IgE Antikörper rufen jedenfalls eine Entzündungsreaktion hervor. Die Schutzfunktion der Haut ist defekt.

Die Neurodermitis kann in Schüben immer wieder aufflackern, manchmal auch längere Zeiträume nicht und dann nach Jahren wieder. Der Auschlag kann ein paar Tage oder sogar Monate andauern. Von einer trockenen Haut, bis Ekzeme mit Juckreiz, Schwellung, Bläschenbildung bis schließlich hin zu Infektionen und Allergieschüben kann man die Neurodermitis durchleben.

Kommen wir jetzt vielleicht dazu, wie ich eigentlich zu der Thematik komme.Viele Säuglinge bekommen als erstes Anzeichen einer späteren Neurodermitis einen Milchschorf. Meist ist das Gesicht und der Kopf betroffen, der Milchschorf kann sich aber über den ganzen Körper ausbreiten. Beginnt meist ab dem 3. Lebensmonat und kann typischerweise bis zum 2. Lebensjahr andauern.

Der Milchschorf ist nicht zu verwechseln mit dem Kopfgneis, der zwar entfernt ähnlich aussieht, aber keine chronische Erkrankung ist, und infolge einer Talgüberproduktion auftritt.

Wie sieht der Milchschorf aus? Man sieht Erythem (also eine gerötetet Hautstelle aufgrund einer Mehrdurchblutung) und Papulovesikel ( was eine Mischung aus Knötchen und flüssigkeitsgefüllten Blässchen sind) und einer harten Schuppenbildung. Der Milchschorf juckt sehr stark, und durch Kratzen ist natürlich auch eine Infektion möglich.

Mein Sohn war ab dem 3. Monat vom Milchschorf betroffen. Ich kann bei Nachfrage gerne einmal auf das Thema Milchschorf näher eingehen, möchte hier nur soviel sagen, dass ich hier mit Nachtkerzenöl und Kokosöl die betroffenen Stellen behandelt habe.

Nachdem der Milchschorf abgeklungen ist, kamen immer wieder Neurodermitis- Schübe ab dem 2. Lebensjahr, was bei Neurodermitis geplagten Kindern oft sehr typisch ist.

Neben der reinen Schulmedizin und einer eventuellen Cortision Therapie gibt es auch andere Möglichkeiten, nach Absprachen mit dem Arzt. Zu Cortision würde ich nicht greifen wollen, weshalb ich mich auf die Suche begeben habe, was alles hilft.

Neben der Alternativmedizin, wie Akupunktur und Homöopathie, gibt es zusätzlich noch einige Möglichkeiten:

Studien haben gezeigt, dass sowohl Vitamin D und Vitamin E eine große Rolle spielen, im Falle einer Neurodermitis- Erkrankungen. So hatten oft die Mütter betroffener Patienten schon in der Schwangerschaft einen akuten Vitamin D Mangel.

Neben einer Vitamin D Supplementierung, B- Vitaminen und Calcium (das bei Allergien jeglicher Art hilft)  kann man Vitamin E inform von Nachtkerzenöl- (kapseln) als Erwachsener einnehmen, vorallem aber auf betroffene Stellen auch auftragen. Prinzipiell gilt, dass stark rückfettende Cremen helfen- wobei mein Kinderarzt mit mir drauf gekommen ist, dass der Feuchtigkeitsgehalt der Hautpflegeprodukten eine fast größere Rolle spielt.

So habe ich zu Beginn mit, in der Apotheke angemischten Cremen aus Nachtkerzenöl und Kokosöl begonnen, hatte auch kurzzeitige kleine Erfolge, aber nicht komplett zufrieden stellend.

Was aus dem Nachtkerzenöl helfen soll, ist auch die Gamma- Linolensäure. So kann man es auch mit Borretschsamenöl und Schwarzkümmelöl versuchen, die ebenfalls eine entzündungshemmende, antimikrobielle Wirkung haben und den Juckreiz mildern.

Ich habe die besten Erfolge jedoch erzielt mit Aloe Vera Gel und Heilerde- Lotion. Über die Aloe Vera habe ich schon in einem Video und in einem Blogeintrag einiges dazu erläutert und ich plane auch ebenfalls euch noch mehr Infos über die Heilerde zu geben. Ich habe auf die betroffenen Partien abwechselnd die Lotion und das Gel aufgetragen- die Heilerde Abends und das Aloe Gel untertags immer wieder. Wenn ich gemerkt habe, dass das Aloe Gel bei einem akuten Schub zu schnell einzieht, habe ich dazwischen auch mal Kokosöl aufgetragen. Der Erfolg war sowohl überraschen, wie auch bemerkenswert.

Vitamin B12 ist ebenfalls, in kleinen Studien bewiesen, äußerst Wirksam bei Neurodermitis. Darauf bin ich leider erst sehr spät gestossen, mische mir aber damit inzwischen meine eigene Salbe, dass Rezept habe ich euch in einem Video auf meinem Kanal schon gezeigt.

Bei Neurodermitis wird oft und gerne  Calendula /also Ringelblumen verwendet- ist meiner Meinung nach mit Vorsicht zu genießen- viele vertragen Ringelblumen nicht und bekommen da eher noch mehr Ausschläge- so auch mein Sohn.

Die regelmäßige Hautpflege ist essentiell. Man sollte zudem natürlich darauf achten, mit keinen hautreizenden Stoffen in Berührung zu kommen (Reinigungsmitteln, Waschmitteln,ect). Die Kleidung sollte locker und vorallem aus guten Materialien wie Bio- Baumwolle sein (keine tierische Wolle).

Bäder sollen nicht zuheiß gemacht werden, und nicht mit herkömmlichen Seifen, dass ist sehr wichtig. Auch wird nach dem Baden der Körper nur vorsichtig abgetupft, und dann sofort gepflegt. Öl- und Weizenkleie Bäder können helfen, da sie helfen die Haut vor dem Austrocknen zu bewahren. Ich verwende gerne entzündungshemmende Badezusätze, neben etwas Kokosöl,oder Lavendelöl, dass ich ins Wasser gebe, habe ich gute Erfahrungen mit Eichen- oder Buchenrindentees gemacht, die Gerbstoffe enthalten, die vor Infektionen schützen und Juckreiz lindern. Ebenso kann man einen Käspappel- und Malventee oder Lavendeltee in das Badewasser kippen, nach einer 10 minütigen ziehen lassen. Ebenfalls kann man Bäder mit Basenpulver oder mit Kaisernatron zwischendurch machen.

Man sollte sich vielleicht natürlich auch noch mit der Ernährung befassen- bei Neurodermitis sind oft verschiedene Nahrungsmittel der Auslöser- besonders häufig Milchprodukte, Weizen, Nüsse…

Das waren auch schon einmal einige Tipps rund zum Thema Neurodermitis. Solltet ihr noch Fragen haben, bin ich gerne bereit auch darauf einzugehen.

 

 

Alles Liebe,

bleibt gesund

Eure Elena

Über die Autorin

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