Warum ich es hasse Bildern Namen zu geben. Teil 1

Hallo ihr Lieben;)

Ich dachte, heute führe ich euch mal ein bisschen so hinter die Kulissen. Und zwar hinter die Kulissen eines Bildes. Und ich erzähle euch etwas über Namen. Bildernamen.

Auf den ersten Blick nicht spektakuläres. Acrylfarbe auf Papier. Wir sehen eine Sonne- oder einen Mond, einen bewölkten Himmel und einen blätterlosen Baum.

Hinter dem Motiv steckt aber mehr. Aber sollte ein Künstler sowas über verraten? Einige Betrachter sehen auf den Bild zum Beispiel einen Mond, andere eine Sonne- liegt es an mir den Betrachter zu korrigieren?

Ich finde gerade das Schöne an Bildern ist doch, dass man eben nicht viel dazu sagen muss. Das eben schon sprichwörtlich das Bild mehr sagt als tausend Worte.

Sowas nehme ich aber den Betrachter schon zum Großteil, wenn ich dem Bild einen Namen gebe. Oben angeführtes Bild heißt: Baum des Lebens. Ja, über die Kreativität des Namens lässt sich natürlich streiten.^^ Nur wollte ich eben nicht alles mit einem Namen veraten. In diesem Bild kann es um den Verlust gehen. Es geht vielleicht um die Bedrohung der Vergänglichkeit. Oder aber auch nur um die Schönheit des Lebens, den Kreislauf des Seins. Man könnte auch in dem Bild den göttlichen Beistand im Leben sehen- oder einfach einen kahlen Baum unter einem bewegten Himmel.

Nun verlangt es ja förmlich unser Leben allen und jedem einen Namen zu geben. Allein schon aus Marketing- Gründen und um gefunden zu werden muss ich meine Bilder benennen. Und so tue ich es auch hier- aber nicht ohne ein klein wenig Bitterkeit.

Das Bild braucht keinen Namen. Das Bild sagt eben mehr als jedes Wort es könnte. Und es sagt jedem etwas anderes.

 

Alles Liebe,

eure Elena

Über die Autorin

Ich heiße Elena Baron und teile mit Dir Allerlei von mir.:) Hier liest Du über über die Entstehung meiner Bilder, Gedanken zu meiner Malerei. Ebenfalls teile ich meine Torten, Rezepte, Gesundheitstipps und Erfahrungen mit Dir. Begleite mich gerne und sei dabei!

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2 thoughts on “Warum ich es hasse Bildern Namen zu geben. Teil 1

  • Schöne Gedanken, liebe Elena und du hast Recht, einerseits, andererseits zeigt die Erfahrung aber, dass viele Menschen immer wieder auch versuchen, Kunst zu verstehen, und zu erfahren: Was hat der Künstler sich bei diesem und jenem Werk eigentlich gedacht? Wir erleben es bei Gedichtinterpretationen, bei Buchrezensionen und auch bei der Deutung von Gemälden, immer wieder die große Frage: Was will uns der Dichter und Denker, der Maler und Künstler sagen? Daher finde ich es auch OK, dass man dies als Künstler auch mit dazu sagt, nicht als Leitfaden oder Zwang, dass es jeder andere auch so zu sehen hat, sondern einfach als Info. Denn vielleicht wird irgendwann jemand vor diesem Bild stehen in 100 Jahren und sich fragen, ob das für DICH ein Mond oder eine Sonne war… Und dann werden die Menschen es nie erfahren! 😉 GLG Conny

    • Danke Dir für Dein liebes Kommentar! Und Du hast recht!:) Ich werde mich zukünftig ein wenig damit anfreunden müssen, meinen Bildern Namen zu geben, auch wenn mir das nicht leichtfällt:) Es ist wieder eine Gelegenheit auch über seinen Schatten zu springen- ein weiterer Beweis, dass man sich mit Hilfe der eigenen Kunst eigentlich wahnsinnig weiter entwickelt:) Ganz liebe Grüße!:)

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